
Das sind sie, unsere Michas!
Millie, Fabian, Matthias, Hendrick und vorne Jano
Micha Trailer
Das schreibt Fabian:
Wer ist eigentlich Micha?
Micha kennste auch, ge? Jaha, aber der, den wir meinen, hat vor über 2700 Jahren gelebt. Er redete mit dem Anspruch, genau das zu sagen, was Gott beim Anblick seiner Gesellschaft empfand. Nicht nur sanfte Worte. Heute ist jener Prophet der Namensgeber für eine weltweite christliche Kampagne zur Überwindung von Armut. Und in Leipzig gibt es so eine Art Lokalgruppe, die sich der Evangelischen Allianz verbunden fühlt - wie es auf Bundes- und weltweiter Ebene auch der Fall ist.
Aber zunächst vielleicht noch mal, welche Worte Michas (und für uns als Christen damit gleichzeitig Gottes) den Anstoß gaben für die “Micha-Initiative” (wie sie in Deutschland heißt) bzw. “Micah Challenge” (wie sie die englischsprachige Welt nennt):
“Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir will: Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen vor deinem Gott.” (Die Bibel, Micha 6,8)
Zum einen sollen Christen mobilisiert werden, zu beten und praktisch aktiv zu werden. Zum anderen sollen sich Christen zusammen mit anderen, denen Gerechtigkeit ein Anliegen ist für die Bekämpfung von Armut einsetzen. Die Micha-Initiative orientiert sich dabei an den Millenniums-Zielen (MDGs) der Vereinten Nationen, die eine “Halbierung” der Armut bis 2015 vorsehen (Ausgangsjahr ist teilweise 1990 und teilweise 2000).
Wir in Leipzig finden daher drei Dinge sehr wichtig:
:: Gebet - Gott will, dass wir ihm in den Ohren liegen. Und mehr noch, wenn es um die Situation anderer geht. Für diese Welt gibt es keine simplen Lösungen. Das macht Gebet so wichtig. Außerdem glauben wir, dass Gebet auch uns verändert und zeigt, was dran ist…
:: Lebensstil - Wir wollen authentischer werden. Wir wollen überlegen, wie wir mit unserem Konsum und vielen anderen Alltagsentscheidungen zu einer etwas besseren Welt beitragen können. Und das ohne Krampf und Moralismus.
:: Entwicklungspolitik - Die MDGs sollen erreicht werden. Unsere politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger brauchen nicht nur Gebet, sondern manchmal auch unsere Erinnerung. Außerdem wollen wir generell auch kritisch fragen, wie ungerechte Strukturen verändert werden können.
Zu viel auf einmal? Vielleicht. Auf jeden Fall haben wir angefangen uns alle zwei Wochen zum Uns-gegenseitig-informieren, zum Diskutieren und zum Beten zu treffen. Und wir haben aufgehört, über solche schwierigen Themen zu schweigen, wenn wir mit Christen sprechen. Ebenso gibt es zarte entwicklungspolitische Anfänge. Wir waren kürzlich zu fünft bei einem Forum für junge Christen in der Politik und haben da solche Themen wie weltweite Armut und Ungerechtigkeit auf den Plan gebracht. Wir lernen auch langsam unseren Lebensstil zu hinterfragen, aber gleichzeitig nicht zu versuchen, die ganze Welt retten zu wollen. Ist ja auch nicht unser Job.
Du bist aus Leipzig und findest das Ganze zumindest interessant? Dann schau einfach mal vorbei. Auch kritische Geister sind überaus willkommen.
Es gibt diesen Spruch von den vielen kleinen Leuten, die das Gesicht der Welt verändern können. Das glauben wir auch. Aber wir glauben zudem an einen großen Gott, der die vielen kleinen Menschen verändern kann. Und immer wieder etwas von seiner neuen Welt preisgibt, an der er eifrig bastelt…
Noch mehr über die Micha-Initiative in Leipzig kann man auf dem Micha Leipzig Blog erfahren.