
Mittlerweile ist es Jahre her, seit perLE-Gründerin Edith Suzanne das erste Mal eine Freeset-Tasche in Händen hielt und von ihrer Geschichte erfuhr. Diese Geschichte einer Freeset-Tasche hat sie seither nicht mehr losgelassen und sie nach einigen Jahren Reifungsprozess zu der Gründung von perLE veranlasst.
Wie? Eine Tasche ist der Ausschlag für die Gründung eines Ladens? Auf den ersten Blick mag es unglaublich wirken. Doch wenn man ein wenig tiefer taucht und die Hintergründe von Freeset zu ergründen beginnt, wird es ein wenig glaubwürdiger. Nach dem Ansehen des Freeset-Videos, werden Sie Edith Suzanne wahrscheinlich verstehen. Oder als Idealistin abstempeln. Aber damit kann sie leben …

Tauchen wir ein, in die Welt der Freeset-Taschen, die in Kalkutta, Indien, beginnt:
“Jeden Tag schlendern 20.000 Männer durch Sonagacchi, dem ältesten und größten der vielen Sex-Bezirke Kalkuttas. Jeden Tag stehen 6.000 Frauen Schulter an Schulter so weit das Auge reichen kann. Manche erhalten nur 50 Cents pro Kunde - das reicht gerade dafür, um sich ein einfaches Essen zu kaufen. Die indische Gesellschaft meidet diese Frauen. Sie sind ihr Leben lang als Ausgestoßene gebrandmarkt. Sie haben die Prostitution nicht gewählt - die Prostitution hat sie gewählt.”

So beginnt die Geschichte von Freeset. Kerry Hilton, der Co-Gründer von Freeset sagt: “Das Geschäft, das wir machen, ist tatsächliche Freiheit. Um dies zu erhalten, exportieren wir handgemachte, Qualitäts-Jute-Taschen.”
So erhalten viele der ausgestoßenen Frauen neue Hoffnung und eine neue Arbeit.
Mit dem Profit, den Freeset durch den Verkauf der Taschen erwirtschaftet, können die Geldtaschen der Menschen vor Ort gefüllt werden. Freeset versteht sich nicht als Wohltätigkeitsorganisation, sondern stellt das gängige Geschäftsmodell auf den Kopf. Kerry: “Viele Menschen beginnen ihr Unternehmen damit, dass sie sich die besten Leute heraussuchen und ihnen so wenig wie möglich bezahlen. Wir nehmen die am wenigsten gebildeten Leute und zahlen ihnen, so viel wir können. Manche dieser Frauen starten dann wirklich durch - sie haben eine Chance erhalten, wie niemals zuvor.”


Die Frauen wissen das zu schätzen. Sie wissen, dass Freeset für ihre Freiheit arbeit, deswegen setzen sie sich für ihre Arbeit ein. Sie werden geschult, lernen lesen und schreiben. So beginnt Freeset zuerst den einzelnenMenschen und dann die Gemeinschaft zu verändern - der primäre Focus liegt bei Freeset nicht auf dem finanziellen Profit.
Kerry: “Als wir mit der Arbeit begannen, dachten die Frauen, unsere Profession wären Jute-Taschen. Nun wissen Sie es besser. Jetzt wissen sie, dass es ihre Freiheit ist.”

Einige weiter Einblicke in die Arbeit von Freeset, können Sie sich hier ansehen:
Freeset-Video
Mittlerweile hat Freeset Deutschland erreicht. Auch perLE möchte für die Freiheit dieser Frauen arbeiten und hat einige Taschen ins Sortiment aufgenommen. Neugierig? Im Laden hängt bereits eine kleine Auswahl, die nach und nach auch im Internet veröffentlicht wird.
